Holz ist unser Werkstoff
Natürlich, vielseitig und langlebig
Holz begleitet uns jeden Tag – und begeistert uns mit seiner Vielfalt. Als nachwachsender Rohstoff bietet es zahlreiche Möglichkeiten für den Bau und die Gestaltung. Fachgerecht ausgewählt, verarbeitet und geschützt, entstehen daraus langlebige Konstruktionen mit einem ganz eigenen Charakter.
Holz und Klimaschutz
Während ihres Wachstums nehmen Bäume Kohlendioxid (CO₂) aus der Luft auf. Sie speichern den darin enthaltenen Kohlenstoff im Holz und geben Sauerstoff ab. Wird das Holz als Baustoff genutzt, bleibt dieser Kohlenstoff für die Nutzungsdauer gebunden.
Holz kann damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Entscheidend sind eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, kurze Transportwege, eine ressourcenschonende Verarbeitung und eine möglichst lange Nutzung. Pauschal CO₂-neutral ist ein Holzprodukt deshalb nicht – seine Klimabilanz hängt vom gesamten Lebensweg ab.
Holzarten und Holzwerkstoffe – Vielfalt für Ihr Bauvorhaben
Ob Dachstuhl, Fassade, Carport oder Spielgerät: Holz lässt sich vielseitig einsetzen und verarbeiten. Seine natürliche Maserung und die unterschiedlichen Farbtöne machen jedes Stück einzigartig. Bauwerke aus Holz vermitteln Wärme und Behaglichkeit und bieten zugleich viel Spielraum für individuelle Gestaltung.
Jede Holzart besitzt besondere Eigenschaften. Festigkeit, Gewicht, Witterungsbeständigkeit und Aussehen bestimmen, für welchen Einsatz sie geeignet ist. Auch Holzwerkstoffe eröffnen zusätzliche Möglichkeiten: Durch ihren gezielten Aufbau lassen sich bestimmte Eigenschaften für den jeweiligen Verwendungszweck erreichen.
Wir wählen das Material passend zu Ihrem Bauvorhaben aus. Dabei berücksichtigen wir die Konstruktion, die spätere Nutzung und die Beanspruchung durch Feuchtigkeit und Witterung. Unser Fachwissen und unsere handwerkliche Erfahrung helfen uns, Ihre Wünsche sinnvoll und dauerhaft umzusetzen.
Eine kleine Holz- und Werkstoffkunde
Lernen Sie unseren Werkstoff näher kennen: Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen ausgewählte Holzarten und Holzwerkstoffe vor. Sie erfahren, welche Eigenschaften sie auszeichnen und wofür sie sich eignen.
Sie haben bereits eine Idee für Ihr Bauvorhaben? Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie zur passenden Materialwahl und planen gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte.
Holzarten – die wichtigsten von uns verarbeiteten Hölzer
Holz unterscheidet sich je nach Baumart in seinem Aufbau, seiner Optik und seinen technischen Eigenschaften. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Laub- und Nadelhölzern. Für die Auswahl als Baustoff sind außerdem folgende Merkmale wichtig:
- Festigkeit und Tragfähigkeit: Welche Belastungen muss das Holz aufnehmen?
- Dauerhaftigkeit: Wie widerstandsfähig ist es gegenüber holzzerstörenden Organismen?
- Feuchteverhalten: Wie stark quillt und schwindet es bei wechselnder Feuchtigkeit?
- Verarbeitbarkeit: Wie gut lässt es sich bearbeiten und verbinden?
- Aussehen: Welche Farbe und Maserung passen zur gewünschten Gestaltung?
- Herkunft: Stammt das Holz aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung?

Holz eignet sich aus vielen Gründen gut als Baumaterial, z. B. wegen der geringen Dichte bei zugleich hoher Steifigkeit, der guten Verarbeitbarkeit, der Beständigkeit (Dauerhaftigkeit), Tragfähigkeit etc. Diese Eigenschaften hängen stark von der Holzart, den verwendeten Holzanteilen (Kernholz, Splintholz), der Verarbeitung, dem Holzschutz und vielen anderen Faktoren ab. Verschiedene Normen tragen dazu bei, bestimmte Qualitäten beim Bauholz sicherzustellen. Die Verarbeitung von Bauholz im Bauwesen findet im Bereich des Rohbaus (Errichtung und Reparatur von Dachkonstruktionen, Bau bzw. Montage von Fertighäusern, Reparatur und Neubau von Fachwerkhäusern, etc.) statt. Diese Tätigkeiten fallen in den Bereich der Zimmerleute.

Brettschichtholz (BSH) besteht aus Nadelholz-Brettern oder -Brettlamellen, die mindestens dreifach, faserparallel, miteinander verklebt und getrocknet sind.
BSH ist ein vergütetes Produkt, das höhere Tragfähigkeiten als übliches Bauholz erzielt. Das liegt an der Festigkeitssortierung des Ausgangsmaterials und der Homogenisierung durch den schichtweisen Aufbau. Es ist, herstellungsbedingt, ein sehr formstabiler und weitgehend rissminimierter Baustoff ist.

Um den hohen Anforderungen des modernen Holzbaus gerecht zu werden, wurde KVH (Konstruktionsvollholz) entwickelt. KVH wird in der Regel aus Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie hergestellt. Diese veredelten Bauschnitthölzer unterscheiden sich nach Konstruktionsvollholz für den sichtbaren Einbau (KVH Si) und für den nicht sichtbaren Einbau (KVH NSi). Bei KVH Si sind die Ansprüche an die optische Oberflächenbeschaffenheit erhöht. Durch eine Keilverzinkung kann das Konstruktionsvollholz in größeren Längen als übliches Bauholz geliefert werden. Die Anforderungen an die Holzeigenschaften betreffen insbesondere die Bereiche der Holzfeuchte (in der Regel 15 % ± 3 %), die Einschnittarten – herzgetrennt oder herzfrei – und die Oberflächenbeschaffenheit. Durch fest definierte Eigenschaften neigt KVH im Vergleich zu normalem Bauholz weniger zur Rissbildung und ist deutlich formstabiler.
Wir verarbeiten bevorzugt Holz aus einheimischer Produktion und achten bei der Auswahl des Baumaterials sehr genau auf hervorragende Qualität. Unsere Lieferanten haben wir nach diesen Kriterien ausgewählt.
Nadelholz
Fichte

Botanischer Name: Picea abies, Familie: Pinaceae
Vorkommen: Europa, alpine Regionen Nordamerikas. Das helle Holz ist geradfaserig mit feiner Textur und ziemlich harzhaltig. Die Jahresringe sind durch die dunklen Spätholzzonen deutlich zu erkennen. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, schälen, messern, schnitzen, nageln und schrauben. Des Weiteren nimmt Fichte Oberflächenbehandlungen wie Lacke und Beizen sehr gut an.
Verwendung: Innenausbau, Außenbau; als Konstruktionsholz, Ausstattungsholz, Spanholz/Spanplatten; für Möbel, Bodenbeläge, Wohnräume, Resonanzböden und Tasteninstrumente.
Tanne

Botanischer Name: Abies alba, Familie: Pinaceae
Vorkommen: Mittel- und Südeuropa, Nordamerika. Die Holzfarbe variiert von rahmweiß bis blassgelbbraun, ähnlich der Rotfichte, glänzt aber nicht so stark. Tanne besitzt keine Harzkanäle und die Markstrahlen sind kaum sichtbar. Das Holz ist geradfaserig mit feiner Textur, arbeitet wenig, verfügt über geringe Tragfähigkeit und Schlagfestigkeit, mittlere Biege- und Bruchfestigkeit und schlechte Dampfbiegeeigenschaften. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, fräsen, drechseln und schnitzen. Des Weiteren zeigt Tanne einen guten Klebehalt für geleimte Verbindungen und nimmt viele Oberflächenbehandlungen sehr gut an.
Verwendung: Baugewerbe, Innenausbau, Schreinerei, Paletten, Kisten, Gerüstbau, Möbel, Papierherstellung
Kiefer

Botanischer Name: Pinus sylvestris, Familie: Pinaceae
Vorkommen: Europa, Nordwestsibirien, Nordamerika. Der asthaltige Stamm besitzt ein leicht harziges Kernholz von rotbrauner Farbe, das sich vom blasseren Splintholz abhebt. Die Textur variiert, abhängig vom Standort, von fein bis grob. Die Harzkanäle und Jahresringe sind deutlich sichtbar. Das Holz ist weich, biegsam, leicht spaltbar, sehr harzreich und schnell nachdunkelnd. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, schälen, messern, sägen und hobeln. Kiefernhölzer haben guten Nagel- und Schraubenhalt und bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Oberflächenbehandlung.
Verwendung: Türen, Fenster, Schiffbau, Waggonbau, Wasserbau, Brückenbau, Papier, Zellstoff, Möbel, Innenausbau, Außenbau, Telefonmasten, Konstruktionsholz, Grubenstempel, Drechseln, Spanholz/Spanplatten, Furniere. Aus dem Harz wird Terpentin gewonnen.
Lärche

Botanischer Name: Larix decidua, Familie: Pinaceae
Vorkommen: Mitteleuropa. Das Kernholz der Lärche ist gelblichweiß, braun bis ziegelrot. Es ist ein gerader Faserwuchs bei feiner und gleichmäßiger Textur zu sehen. Die Jahresringe sind durch die breiten, dunklen Spätholzzonen deutlich sichtbar. Das harzreiche Holz ist mittelhart, elastisch, zäh und ist das dauerhafteste europäische Nadelholz. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, fräsen, drechseln und schnitzen. Lärchenhölzer sind gut leimbar und nehmen Oberflächenbehandlungen wie Polituren, Beizen und Farben zufriedenstellend an. Bei Verschraubungen und Nägeln ist vorzubohren.
Verwendung: Eisenbahnschwellen, Treppen, Fenster, Türen, Verschalungen, Konstruktionsholz, Grubenstempel, Pfähle, Leitungsmasten, Bootsbau, Bootsbeplankungen, Brückenbau, Außenbau, Spanholz/Spanplatten, Furniere
Laubholz
Eiche

Botanischer Name: Quercus spp., Familie: Fagaceae
Vorkommen: Europa, Vorder- und Ostasien, Nordamerika. Das gleichmäßig hellfarbige und feinjährige Holz der Weißeichen weist einen weiß bis hellgrauen Splint und ein blasshellbraunes Kernholz auf. Während die Poren im Frühholz grob und ringförmig geordnet sind, ist die Anordnung im Spätholz extrem fein. Die Trocknung ist wegen Neigung zur Rissbildung vorsichtig zu steuern. Weißeichen sind gegen Pilzbefall gut widerstandsfähig. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, fräsen, drechseln und schnitzen.
Verwendung: Furniere, Innenausbau, Möbel
Teak

Botanischer Name: Tectona grandis, Familie: Verbenaceae
Vorkommen: Afrika, Zentralamerika, Asien – Burma, Indien, Thailand, Indonesien, Java, Malaysia, Borneo, Philippinen. Teakhölzer besitzen ein dünnes gelbbraunes Splintholz und dunkles goldbraunes Kernholz, das an der Luft nachdunkelt. Java- und Plantagenteak sind meist heller als Burmateak. Das Holz weist meist einen geraden Faserverlauf bei grober und ungleichmäßiger Textur auf. Teak ist ein mäßig schweres Holz mit Festigkeitseigenschaften ähnlich der Eiche mit gutem Stehvermögen. Das Holz lässt sich gut von Hand und maschinell bearbeiten, fräsen, drechseln und schnitzen. Des Weiteren zeigt das Holz einen guten Klebehalt für geleimte Verbindungen und nimmt viele Oberflächenbehandlungen sehr gut an. Bei Verschraubungen und Nageln ist vorzubohren.
Verwendung: Möbel, Kunsttischlerei, Schiffbau, Schiffsausstattungen, Bodenbeläge, Spanholz/Spanplatten, Furniere
Bangkirai

Botanischer Name: Shorea spp., Familie: Dipterocarpaceae
Vorkommen: Südostasien – Philippinen bis Java. Das überwiegend homogene Holz ist gelblichbraun (häufig olivbraun), von mittlerer bis grober Textur und hoher Dichte.Es ist auf Quer- und Längsflächen durch helle Linien (Harzkanäle) gekennzeichnet. Bangkiraiholz ist schwer und besitzt entsprechend hohe Festigkeitswerte. Die Trocknung verläuft langsam und führt bei Beschleunigung zur Rissbildung und zum Verziehen. Das Holz ist gut zu sägen, fräsen, bohren und stemmen.
Verwendung: Konstruktionen und Deckung von Brücken, Rampen, Kaianlagen, Turmgestühl, Fachwerk, Schwellen, Waggonböden, Containerböden, Kiel und Spanten schwerer Boote, für säurefeste Behälter und extrem beanspruchte Fußböden, Lauf- und Arbeitsflächen
Garapa

Botanischer Name: Apuleia leiocarpa und Apuleia molaris
Vorkommen: Brasilien, Argentinien, Paraguay, Bolivien, Peru, Kolumbien, Venezuela. Splintholz ist deutlich abgesetzt, 50 – 110 mm breit und blassgelb. Das Kernholz ist im frischen Zustand zitronengelb, mit der Zeit hellbraun nachdunkelnd. Der Faserverlauf ist gerade bis wechseldrehwüchsig. Farblich wie strukturell ein überwiegend homogenes Holz von feiner bis mittlerer Textur und hoher Dichte. Das Holzbild wirkt je nach Faserverlauf schlicht bis dekorativ. Garapa entfaltet im frischen Zustand einen charakteristischen Mandelgeruch.
Verwendung: Schwimmbadumrandungen, Stege, Dachterrassen, Terrassendecks
Holzwerkstoffe
Innovative Holzprodukte für modernes Bauen
Holzwerkstoffe sind Werkstoffe, die durch Zerkleinern von Holz und anschließendes Zusammenfügen der Strukturelemente erzeugt werden. Größe und Form der Holzpartikel entscheiden schließlich über die Art des Holzwerkstoffes und seine Eigenschaften. Die Holzpartikel können ohne oder mit Bindemitteln oder mechanischen Verbindungen miteinander verbunden sein. Im Vergleich zu Vollholz verändert sich bei der Zerkleinerung des Holzes eine Reihe von Eigenschaften. So nimmt die Homogenität des Materials bei zunehmendem Aufschluss zu, zugleich sinkt jedoch die Festigkeit der Produkte, der Energieeinsatz und die Umweltbeeinträchtigungen wachsen gegenüber dem Vollholzeinsatz. Die Dämmeigenschaften und die Oberflächengüte verbessern sich dagegen.
Wir arbeiten mit folgenden Werkstoffen auf Holzbasis
OSB-Platte

Wurde in den 50er Jahren in Kanada sowie in den USA entwickelt und ist eine kostengünstige Alternative zu Sperrholz mit ähnlichen technischen Parametern. Die Platte wird größtenteils aus frisch entrindetem Rundholz hergestellt. In Europa werden hauptsächlich Fichte und Kiefer zur Plattenproduktion verwendet. Als Klebstoffe werden MUPF-Klebstoffe (Melamin-Harnstoff-Phenol-Formaldehyd) und PMDI-Klebstoffe verarbeitet. Eine OSB-Platte besteht aus drei Schichten. Bei der OSB-Platte werden gezielt schlanke und lange Späne verpresst. Die Anordnung der Späne erfolgt gezielt (orientiert). Durch die besondere Größe und spezielle Ausrichtung der Späne wird die hohe Biegefestigkeit der OSB-Platte erreicht. Im Gegensatz zu Spanplatten können OSB-Platten auch im dekorativen Bereich angewendet werden. Haupteinsatzgebiete sind der Roh- und Innenausbau (als Wand- oder Dachbeplankung). Auch als Verlegeplatte im Fußbodenbereich werden OSB-Platten verarbeitet. Die Platte wird mit Nut- und Federprofilen oder als stumpfe Platte hergestellt.
Multiplex-Platten

Als Multiplex-Platten, auch MPX-Platten, werden Furnier-Sperrholzplatten bezeichnet, welche mehr als 12 mm dick sind und aus mindestens fünf gleich starken Furnierlagen (Mittellagen) bestehen.Die Holzschichten von Multiplexplatten bestehen zumeist aus Buche, Birke, Fichte oder Ahorn mit Dicken von 0,8–2,5 mm. Die Anzahl der Furnierlagen variiert je nach Gesamtdicke (bis zu 80 mm) und gewünschter Optik von 5 bis 35 oder mehr. Die sichtbaren Oberflächen der Platten können ebenfalls stark variieren. Die Platten werden mit wasserfestem Leim (Phenol-, Phenol Resorcin-, oder Resorcin- und Melaminharz) als Bindemittel gepresst und gegeneinander querverleimt. Als Querverleimung bezeichnet man kreuzweise um 90° versetzt gegeneinander verleimte Furnierlagen, andere Winkel sind ebenso möglich. Lackierungen (klar, farbig) sind ebenso möglich wie eine flüssige Kunstharzbeschichtung oder ein Kunstharzfilm aus Phenol- oder Melaminharz (Filmplatten). Meist wird beidseitig beschichtet. Auch die Furnierung mit einer beliebigen Holzart oder die Verkleidung mit Metall ist möglich. Ebenfalls anzutreffen ist eine Kombination mit Strukturierung der Oberfläche, z. B. um die Rutschfestigkeit zu erhöhen. Multiplex-Platten finden überall dort Verwendung, wo es auf Robustheit und Formstabilität ankommt, z.B. bei:
- Innen- und Außenverkleidungen auch bei starken Witterungseinflüssen
- Dach- und Betonschalungen
- tragende Konstruktionen
- Treppenstufen
- hochbelastbare Verbindungsteile im Holz- und Holzrahmenbau
- Arbeitsplatten, Werkbänke
- Theken
- Bühnenbau
- Fahrzeugbau, z.B. Böden von LKW Aufbauten
- als Trägerschicht bei Fertigparkett
FU (Bau-Furniersperrholz)

Bei Baufurnierholz bestehen alle Lagen aus Furnieren, die parallel zur Plattenebene aufeinander geleimt sind. Soweit die Anforderungen der DIN 68705 T3 erfüllt sind, kann der Hersteller selbst die Holzart wählen. Ausgeschlossen sind helle tropische Holzarten, wie Limba und Abachi. Als Klebstoffe werden Harnstoffharze (nur für BFU 20), modifizierte Melaminharze, alkalisch härtende Phenolharze, Phenol-Resorcinharze und Resorcinharze verwendet.
Im Vergleich zu den Holzwerkstoffplatten besitzen sie die höchsten Elastizitäten und Festigkeiten und damit die höchsten zulässigen Spannungen. Verwendet werden Bau-Furniersperrholzplatten als mittragende und aussteifende Beplankung von Holztafeln für Holzhäuser in Tafelbauart, sowie als Dach- und Deckenscheibe. Die BFU 100G-Platten mit zugleich höheren Festigkeiten finden auch im Gerüstbau Anwendung.
Holzfaserplatten
Holzfaserdämmplatten sind ein umweltfreundlicher und moderner Baustoff, der vielseitig verwendet werden kann. Zum Beispiel können sie als regensichere Unterdeckplatten im Dach eingesetzt werden. Diese bieten nicht nur zusätzlichen Schutz vor Kälte, sondern sind auch besonders widerstandsfähig gegen Wettereinflüsse.
Außerdem können Holzfaserdämmplatten als Putzträgerplatten im Innen- und Außenbereich verwendet werden. Sie sind einfach zu verputzen, haben eine geringe Wärmeleitfähigkeit und speichern Wärme gut. Dadurch bleibt die Fassade besser vor Algenbildung geschützt als bei Dämmmaterialien wie EPS oder Mineralwolle.
Als Dämmmaterial sorgen Holzfaserdämmplatten für ein gesundes Raumklima, da sie Feuchtigkeit regulieren und die Luftzirkulation fördern. Sie bieten guten Schutz vor Lärm sowie gegen Kälte und Hitze. Zudem können sie auch als Dämmung zwischen den Dachsparren oder in Wänden eingesetzt werden.
Holzfasereinblasdämmung
Die Holzfasereinblasdämmung ermöglicht eine gleichmäßige und nahtlose Dämmung von Hohlräumen in allen Größen und Formen – ganz ohne Verschnitt. Durch ihre Diffusionsoffenheit wird die Sicherheit der Konstruktion erhöht. Die geringe Dichte des Materials sorgt für einen optimalen Materialbedarf und macht die Dämmung besonders wirtschaftlich.
Diese Dämmung eignet sich sowohl für die Montage auf Baustellen als auch für die Fertigung von Bauelementen. Sie unterstützt ein gesundes Raumklima und ist umweltfreundlich.
Wood Plastic Composites

Wood-Plastic-Composites (WPC, englisch für: Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe) sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe, die aus unterschiedlichen Anteilen von Holz (typischerweise Holzmehl), Kunststoffen und Additiven hergestellt werden. Verarbeitet werden sie meist mit modernen Verfahren der Kunststofftechnik wie Extrusion, Spritzgießen, Rotationsguss oder mittels Presstechniken, aber auch im Thermoformverfahren. Typischerweise bestehen WPC in Deutschland und Mitteleuropa aus einem Holzfaser- oder -mehlanteil von 50 % bis 90 % und einer Kunststoffmatrix aus Polypropylen (PP) oder weniger häufig aus Polyethylen (PE).
Vorteile des Werkstoffs gegenüber traditionellen Holzwerkstoffen wie Spanplatten oder Sperrholz sind die freie, 3-dimensionale Formbarkeit des Werkstoffs und die größere Feuchteresistenz. Gegenüber Vollkunststoffen bieten WPC eine höhere Steifigkeit und einen deutlich geringeren thermischen Ausdehnungskoeffizienten. Wood Plastic Composites werden vor allem im Baugewerbe, der Automobil- und Möbelindustrie verwendet: im Außenbereich für Bodenbeläge (Terrassen, Schwimmbäder,..) Fassaden und Möbel insbesondere als Ersatz für Tropenhölzer. In der europäischen Automobilindustrie werden WPC in Türinnenverkleidungen und Hutablagen eingesetzt.
Furnierschichtholz

Ein Furnierschichtholz ist ein Holzwerkstoff, der im Holzbau eingesetzt wird. Das Furnierschichtholz besteht aus ca. 3 mm starken Schälfurnieren aus Nadelholz (selten auch Laubholz). Im Gegensatz zu Furniersperrholz werden die Furnierschichten nicht abwechselnd kreuzweise sondern überwiegend im Faserverlauf parallel liegend verleimt, so dass Materialeigenschaften wie Festigkeitswerte stark richtungsabhängig sind.
Kerto‑Furnierschichtholz ist ein Holzwerkstoff aus Fichte, bei dem Furnierblätter gleicher Breite, mit versetzten Stößen vielschichtig miteinander zu wasserbeständigen Platten verleimt werden. Es zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, geringe Verformungen, leichte Ver- und Bearbeitung und niedriges Gewicht aus. Dieser natürliche Rohstoff ist umweltfreundlich veredelt und nach DIN ISO 9001 zugelassen. Kerto ist in 3 Arten erhältlich:
- Kerto-Q: längs und quer zur Plattenrichtung angeordnete Furnierlagen
- Kerto-S: ausschließlich in Plattenlängsrichtung angeordnete Furnierlagen
- Kerto-T: ausschließlich in Plattenlängsrichtung angeordnete Furnierlagen sowie Festigkeiten wie Nadelvollholz, Sortierklasse S13
Verarbeitet wird Kerto zu aussteifenden Decken- und Wandscheiben, tragenden Dach- und Deckenbelägen, Dach- und Akustikplatten, Brückenbelägen, querzugbeanspruchten Balken und Stützen, Knotenplatten oder Lager- und Arbeitsbühnen.



